Hier das Update des zweiten Teils des zweiten Tapatitages.
Das Kai–kai und Himene Ute
Beim Abendprogramm des zweiten Tags lief es für Tahiras Gruppe besser. Weil es regnete, als es losging, kam ich eine Dreiviertelstunde zu spät. Zuerst war die Himene Ute dran. Das sind Gruppengesänge, über die Geschichten und Informationen weiter gegeben werden. Diese Tradition stammt ursprünglich von anderen polynesischen Inseln, hat aber schon länger einen festen Platz in der Kultur der Rapa Nui. Meistens wird bei diesen „Hymnen“ nicht viel getanzt oder getan. Die Frauen und Männer stehen oder sitzen im Kreis oder in Reihen und bewegen ihre Oberkörper und Arme zum Rhythmus des Liedes. Mit Steinen wird aufeinander geklopft, ansonsten gibt es keine Instrumente.
Beim Kai-kai werden mittels eines Fadens und Muster, die mit diesem Faden zwischen den Händen gespannt werden, ebenfalls Legenden und Fabeln erzieherischen oder lehrende Charakters rezitiert. Die Muster müssen dem Inhalt der Rezitation entsprechen und werden mit ausgestreckten Armen dem Zuschauer entgegen gehalten. In einer auf und ab Bewegung und zu den Seiten wird dieses Fadenbild hin und her bewegt während die Person die Geschichte erzählt. Für Zuschauer sind diese Disziplinen eher langweilig, da man nicht versteht was erzählt wird.

Unmittelbar nach jedem Auftritt bewertet eine Jury die Rezitation, das Outfit und die Richtigkeit des Inhalts und der Bewegungen. Alle vier Kandidaten mussten ein Kai-Kai vortragen und dann jeweils eine Frage ziehen und diese kurz und prägnant beantworten.
Tahira hat ihren Faden zunächst falsch geschnürt und musste neu anfangen, aber sie hat trotzdem die volle Punktzahl bekommen.
Soweit ich es mitbekommen habe, hat Tahiras Team etwas mehr gepunktet als Tiare, aber durch den immensen Vorsprung Tiares beim Vulkan Triathlon liegt sie dennoch hinten.
Nach den Wettkämpfen trat wieder eine Tanzgruppe auf, die mittels Tänze die Geschichte der Osterinsel erzählt hat. Das war super!


Am Sonntag, Tag 3 stehen Fußball an und Abends die Disziplin der Körperbemalung und Tätowierung, sowie der Tanz der Erwachsenen, wo auch ich dabei bin. Drückt mir die Daumen, dass ich mich nicht vertanze und negativ auffalle. 😛
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Da mein Internet hier nicht gut genug ist, um Videos hochzuladen, kann ich euch derzeit leider nur Fotos schicken. Die Videos werden nachgereicht 😉
Für uns ist das eine ferne fremde Welt, aber sehr interessant.
Danke, liebe Miri für diese bunten Schilderungen vom anderen Ende der Welt.
Liebe Grüße Reni und Opa